Geh mal Bier brauen …
Kleine Mengen Bier mit der Besserbrauer Braubox zu Hause brauen

By olivius | Januar, 2, 2016 | 0 comments
2016_01_brauen_ 03 Dank eines Braukurses im vorletzten Jahr war ich angefixt von der Idee selbst Bier zu brauen. Zu Weihnachten gabs dann die Brau Box von den Besserbrauern. Es sind fast alle Zutaten dabei, die zum Brauen von 4l Bier nötig sind. Außerdem steckt noch ein Rezept zum (Treber-) Brot backen mit im Rezeptbuch, diese Zutaten müssen aber extra besorgt werden. Ein kleines Resumee vorweg: 4 Liter sind zu Hause sind genau die richtige Menge um Beer Crafting auszutesten, da eigentlich alles mit normalen Töpfen handlebar ist. Die meisten Komplettsets sind für 20 Liter ausgelegt. Dass könnte ich mir zu Hause aber nur schwer vorstellen. Zwei Töpfe, ein Sieb, ein Meßbecher und einen Trichter braucht man. Und ein Paar Kilo Küchentücher für kleine Sauereien die zwischendurch immer mal wieder passieren. 2016_01_brauen_ 08 Leider gehört zu unserem Haushaltsutensilien kein Trichter. Ok, fürs Moped hab ich einen, der richt aber nach Öl und Benzin - ich dachte mir, für dass Bier ist dass nicht der beste Beigeschmack. Ergo half mir eine leere Cola Flasche und ein Messer, fertig ist der Selfmade Trichter. 2016_01_brauen_ 07 Dann gehts ans Maische Kochen. Das größte Problem ist, die 69 Grad eine Stunde lang relativ konstant zu halten. Die Temperatur ist nötig, um möglichst effektiv den Zucker aus dem Malz zu kochen. Für den nächsten Braugang werde ich mir einen elektrischen Topf besorgen, zum Beispiel einen Einkochtopf oder einen Glühweinerwärmer. Hier kann die Temperatur vorgewählt werden; es gibt spannendere Übungen, als 1 Stunde auf ein Termometer zu starren und am Herdknopf zu versuchen, die richtige Einstellung zu finden. Aber fürs erste Mal ist es ok... 2016_01_brauen_ 13 Das Thermometer ist übrigens dabei. So eins hätte ich auch nicht gehabt. 2016_01_brauen_ 18 Beim Läutern wird die ganze Würze durch die Maische gegossen um weiteren Zucker aus Malz zu ziehen. Die Bude riecht schon hervorragend - ich bekomme Appetit auf ein frisches Bier. Gut das ich aus Rostock noch feines M&O habe. Es ist im übrigen ratsam, nebenbei ein Brauprotokoll anzufertigen. Es gibt schon einige Zeiten und Temperaturen zu beachten, dass vereinfacht alles. Ja - und es ist auch noch Zeit für hoch philosophische Schriften nebenbei. 2016_01_brauen_ 23 2016_01_brauen_ 15 Die abgefüllte Würze kocht nun lustig vor sich hin. Nun kommt der Hopfen dazu. Beim Indian Pale Ale (ich liebe zugegebener Maßen diese Sorte, vermutlich weil ich gerne Grapefruits löffle) wird der Hopfen zu vier verschieden Zeiten dazu. 2016_01_brauen_ 28 Nach dem Kochen wird die Brühe abgefüllt, jetzt kommt mein Supertrichter ins Spiel. Als wenn der freundliche Glasbläser exakt meine Idee vorm geistigen Blas-Auge hatte, passt die Colaflasche perfekt in die Öffnung der Gärflasche. Die Eisdinger im Hintergrund braucht man im übrigen zum Runterkühlen, und nein, es gab keinen Cocktail zum Bierbrauen - Bier allein muss genügen. 2016_01_brauen_ 35 So, Buddel gefüllt. Es riecht hervorragend nach frisch gebackenem Brot und I.P.A. 2016_01_brauen_ 39 Es ist mittlerweile 1:02. Die im Rezeptbuch angegebenen 5 Stunden sind realistisch. Zumindest beim ersten Mal, da liest man ja eher manche Sätze dreimal (was micht nicht abhielt, zwischendurch doch mal Quatsch zu machen, aber naja...). Auf das Gebräu kommt der Gärspund und nun muss das Bier eine Woche gären. Hier ist es wieder gut, das es nur 4 Liter sind. Die lassen sich leicht irgendwo verstauen. 2016_01_brauen_ 42 Erstes Fazit: Bier brauen macht Spaß, wobei ich dass auch schon bei Markus Bierkurs dachte. Mit der Braubox geht dass auch super zu Hause. Aber mal schauen, ob das Bier auch schmeckt. Nutzt ja nix, wenn die Brühe nicht schmeckt. Ach ja, das Treberbrot schmeckt hervorragend, perfekt natürlich mit leckerer Warnemünder Aalwurst. 2016_01_brauen_ 54